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Morning 15 +

Eine SchauSpielRaum-Produktion

von Simon Stephens / aus dem Englischen von Barbara Christ
Regie: Adrian Figueroa
Premiere am / 29/04/2023
Große Bühne Wiesendamm
1 Stunde
10 Minuten
Morning / Sinje Hasheider
Morning / Sinje Hasheider
Morning / Sinje Hasheider
Morning / Sinje Hasheider
Morning / Sinje Hasheider
Morning / Sinje Hasheider
Morning / Sinje Hasheider
Morning / Sinje Hasheider
Morning / Sinje Hasheider
Morning / Sinje Hasheider
Morning / Sinje Hasheider
Morning / Sinje Hasheider
Morning / Sinje Hasheider

Cat wird die Stadt verlassen und aufs College gehen. Das steht fest. Hier ist es nicht länger auszuhalten. Die Stadt ist eng und stinkt nach Zucker. Seine beste Freundin Stephanie bleibt zurück. Die Mutter von Stephanie hat Krebs und liegt im Sterben. Außerdem gibt es da noch ihren nervigen kleinen Bruder. Die beiden Siebzehnjährigen werden sich also trennen müssen, dabei scheinen sie füreinander der letzte Halt in der ewig gleichen Trostlosigkeit der Kleinstadt zu sein. Die Durchschnittlichkeit ihrer Leben als privilegierte Teenager macht die beiden krank und die Sehnsucht nach einem Gefühl der Wirksamkeit und Lebendigkeit wächst von Tag zu Tag. Wie ein Aufschrei in der Stille kommt es zu einem tödlichen Zwischenfall.

Der vielfach ausgezeichnete Dramatiker Simon Stephens entwirft in „Morning“ eine unerbittliche Welt von Teenagern, die gleichzeitig alles und gar nichts zu fühlen scheinen. Mit klarer Sprache und einem brachialen Handlungsgerüst zeichnet der Autor komplexe Gefühlswelten junger Menschen, die gleichsam von Sehnsucht und Resignation geprägt sind. Auf radikale Weise erzählt Stephens von Gewalt, der weder Reue noch Einsicht folgt, und fordert so die Empathie und das Gerechtigkeitsempfinden des Publikums heraus. Theater- und Filmregisseur Adrian Figueroa inszeniert diese schonungslose Erzählung als SchauSpielRaum-Produktion mit einer Gruppe junger Darsteller*innen zwischen 15 und 21 Jahren auf der Großen Bühne am Wiesendamm.

Anmerkungen zum Inhalt: Wir möchten darauf hinweisen, dass die Inszenierung „Morning“ sexualisierte und tödliche Gewalt, selbstverletzendes Verhalten, Gewaltfantasien sowie Tod und Krankheit thematisiert.
Während der Vorstellung kommt mehrfach Stroboskoplicht zum Einsatz. Außerdem gibt es Momente kompletter Dunkelheit und lauter Musik.

Ermöglicht durch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius

Empfohlen für die Klassenstufen 9-13

Extras zur Inszenierung

Morning / Sinje Hasheider
Regisseur Adrian Figueroa und das Ensemble

Pressestimmen:

Hamburger Abendblatt

„Das Besondere daran – in der Produktion der Reihe SchauSpielRaum stehen ausschließlich junge Laiendarstellerinnen und -darsteller auf der Großen Bühne am Wiesendamm. Ein Wagnis – aber es geht auf. […] Alissa Lazar zeigt Stephanie glaubhaft in all ihrer Widersprüchlichkeit. Mal malt sie zurückgezogen still vor sich hin, dann wieder verhält sie sich manipulativ, aufbrausend und beängstigend empathielos. Es gibt dafür nicht wirklich eine Erklärung außer ihrer jugendlichen Verlorenheit. Und einer ungeahnten eigenen Wirkmacht, die von der Außenwelt nicht wahrgenommen wird. […] Das wirklich Erschreckende ist, dass Simon Stephens eine Tat zeigt, die jederzeit überall möglich ist. Man ahnt, wie intensiv die Probenarbeit mit diesem jungen, erstaunlich sicher agierenden Ensemble gewesen sein muss. Ein bedrückender, gleichwohl sehenswerter Abend – für alle ab 15 Jahren.“

theaterzeithamburg.de

„Die SchauSpielRaum Produktionen arbeiten ausschließlich mit nicht-professionellen Spieler*innen. Gerade bei einem Stück wie diesem erfordert das viel Fingerspitzengefühl. Figueroa scheint davon genug und mindestens ebenso viel Vertrauen in sein junges Ensemble zu haben. […] Das Erstaunliche ist, dass das Stück durch die überzeugend spielenden jungen Darsteller*innen absolut authentisch wirkt. Die Dialoge spiegeln ihre Sprache wider, die entsprechenden Gesten, die Art zu gehen gehören zu ihnen.“

Hamburger Morgenpost

„Die gut einstündige Inszenierung (ab 15 Jahren) ist im Rahmen der Schauspielraum-Projekte mit jungen Laiendarsteller:innen erarbeitet worden, allesamt hervorragend. ‚Morning‘ hat durch seine traurigen Bezüge zu immer wieder von Teenagern begangenen Schlagzeilen-Morden eine leider stete Aktualität – ein tougher Stoff.“

Ermöglicht durch die

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